ZUB Helena Lüftungskonzept
Lüftung normgerecht planen und Feuchteschutz sicher nachweisen
Ein Lüftungskonzept für Neubau oder Bestand mit lüftungstechnisch relevanten Veränderungen ist erforderlich, um zu prüfen, ob der notwendige Luftaustausch zum Feuchteschutz sichergestellt werden kann und zusätzliche Anforderungen z. B. Schallschutz, Hygiene, Luftqualität usw. zu berücksichtigen sind. Insbesondere bei Neubauten sowie bei modernisierten Gebäuden mit erhöhter Luftdichtheit sind meist geeignete lüftungstechnische Maßnahmen zu untersuchen.
Nicht Gegenstand dieses Verfahrens ist die Sicherstellung der Lüftung zum Feuchteschutz über manuelles Fensteröffnen. Manuelles Fensteröffnen wird nur berücksichtigt, um nicht geplante Lüftungsstufen zu ermöglichen.
Mit ZUB Helena Lüftungskonzept steht ein Zusatzmodul zur Verfügung, mit dem Lüftungskonzepte nach DIN 1946-6:2019-12 in Verbindung mit der Norm für innenliegende Bäder, Toiletten nach DIN 18017-3:2020-05 normgerecht erstellt und bewertet werden können. Die Bearbeitung erfolgt strukturiert auf Ebene von Nutzungseinheiten und Räumen und ermöglicht eine fundierte Entscheidungsgrundlage für die Auswahl geeigneter lüftungstechnischer Maßnahmen. Schrittweise werden alle notwendigen Angaben zum Gebäude, zu Standort und Luftdichtigkeit sowie zu den Räumen eingegeben. Die Software ermittelt zuverlässig die jeweiligen Luftmengen und dokumentiert entsprechend der Norm das Lüftungssystem und die notwendigen Volumenströme. Das Modul ZUB Lüftungskonzept ist ein weiterer Baustein für ZUB Helena (Pro bzw. Ultra). Daten die bereits für die GEG-Berechnung eingegeben worden sind, können für die Erstellung eines Lüftungskonzepts weiter verwendet werden (Programmoption raumweise Erfassung erforderlich).
Hinweis:
Das Modul ist ausschließlich in Verbindung mit ZUB Helena nutzbar und nicht eigenständig lauffähig.
WANN EIN LÜFTUNGSKONZEPT ERFORDERLICH IST
Die Notwendigkeit eines Lüftungskonzepts ergibt sich aus der Gegenüberstellung des erforderlichen Luftvolumenstroms zum Feuchteschutz und des tatsächlich wirksamen Luftwechsels durch Infiltration.
Typische Anwendungsfälle sind:
- Neubauten mit hoher Luftdichtheit
- Fensteraustausch in größerem Umfang
- energetische Sanierungen
- Dachausbauten und Modernisierungen
ZIEL EINES LÜFTUNGSKONZEPTS
Ein Lüftungskonzept stellt sicher, dass die Mindestanforderungen an den Feuchteschutz eingehalten werden und gleichzeitig hygienische Raumluftverhältnisse gewährleistet sind. Darüber hinaus dient es dem Schutz der Bausubstanz und bildet eine Grundlage für die Auswahl geeigneter Lüftungssysteme.
GRUNDLAGEN DER LÜFTUNG NACH DIN 1946-6
Die Norm unterscheidet verschiedene Lüftungsstufen, die unterschiedliche Anforderungen an den Luftwechsel definieren. Im Mittelpunkt steht dabei die Lüftung zum Feuchteschutz, die unabhängig vom Nutzerverhalten sichergestellt werden muss.
Ergänzend werden reduzierte Lüftung, Nennlüftung und Intensivlüftung betrachtet. Diese Systematik bildet die Grundlage für die Planung und Bewertung von Lüftungskonzepten.
FREIE UND VENTILATORGESTÜTZTE LÜFTUNG
In der Praxis wird zwischen freier Lüftung und ventilatorgestützten Systemen unterschieden.
Freie Lüftung nutzt natürliche Druckunterschiede durch Thermik und Windanströmung, während ventilatorgestützte Systeme gezielt Luftvolumenströme erzeugen und steuern. Die Auswahl des geeigneten Systems hängt von den Anforderungen des Gebäudes, der Nutzung und den Randbedingungen ab.
DATENGRUNDLAGE DER LÜFTUNGSPLANUNG
Für die Erstellung eines Lüftungskonzepts werden verschiedene Eingangsparameter benötigt. Dazu zählen insbesondere:
- Gebäudegeometrie und Nutzungseinheiten
- Luftdichtheit der Gebäudehülle
- energetisches Niveau
- Randbedingungen der Nutzung
INTEGRATION IN DEN PLANUNGSPROZESS
Das Lüftungskonzept steht in engem Zusammenhang mit weiteren Planungs- und Nachweisverfahren. Dazu gehören insbesondere:
- Feuchteschutzbetrachtungen
- Heizlastberechnung
- energetische Nachweise
FÜR WEN DAS MODUL GEEIGNET IST
Das Modul richtet sich an alle, die Lüftungskonzepte fachlich fundiert erstellen und bewerten.
Dazu gehören insbesondere:
- Energieberater
- Fachplaner der Technischen Gebäudeausrüstung (TGA)
- Ingenieur- und Planungsbüros
- Architekten
- Sachverständige im Bereich Bauphysik
Key Features at a Glance
- Nachweisverfahren nach DIN 1946-6 und DIN 18017-3 (fensterlose Räume)
- Planung und Auslegung von Wohnungslüftungsanlagen
- Erstellung eines Lüftungskonzepts unter Beachtung bauphysikalischer, technischer sowie hygienischer Faktoren
- Erstellung eines Lüftungskonzeptes mit Anlagenauslegung und Stückliste für die Angebotserstellung
- Ausführlicher Ausdruck inklusive Dokumentation und Nachweis
- Vorgefertigte Musterprojekte, entsprechend DIN 1946-6, Beiblatt 1
LÜFTUNGSKONZEPTE STRUKTURIERT UND NACHVOLLZIEHBAR ERSTELLEN
Mit ZUB Helena Lüftungskonzept steht ein Werkzeug zur Verfügung, das die normgerechte Erstellung von Lüftungskonzepten mit einer strukturierten Bearbeitung und nachvollziehbaren Ergebnissen verbindet.
System requirements
| Betriebssystem | Windows 7, 8 (ausgenommen Windows RT) und 10 |
| Prozessor | Dual Core ab 2 GHz, empfohlen Quad Core 3 GHz |
| Arbeitsspeicher | Mind. 4 GB, empfohlen 16 GB |
| Festplattenkapazität | 500 MB pro Installation |
| Bildschirmauflösung | 1280x1024 Bildpunkte mit mind. 32-Bit Farbtiefe |