Innendämmung und Feuchteschutz

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ZUB Esther 6.0

ZUB Esther ermöglicht die hygrothermische Simulation von Wärme- und Feuchtetransport in Bauteilen und unterstützt Planer bei der sicheren Beurteilung des Feuchteverhaltens von Konstruktionen im Neubau und in der Sanierung.
Die Berechnungen basieren auf dem bewährten WUFI®-Rechenkern des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik IBP und sind speziell für den baupraktischen Einsatz im Feuchteschutznachweis nach DIN 4108-3 optimiert. Damit lassen sich kritische Feuchtesituationen wie Tauwasserbildung, Schimmelrisiken oder Durchfeuchtung von Bauteilen frühzeitig erkennen und planerisch vermeiden.
ZUB Esther richtet sich an Energieberater, Bauphysiker, Architekten, Planungsbüros und Sachverständige, die hygrothermische Nachweise effizient, nachvollziehbar und mit reduziertem Eingabeaufwand durchführen möchten.

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PLANUNG, RISIKEN UND BAUPHYSIKALISCHER NACHWEIS

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Innendämmungen werden häufig eingesetzt, wenn eine Außendämmung aus konstruktiven oder gestalterischen Gründen nicht möglich ist, beispielsweise bei:

  • denkmalgeschützten Gebäuden
  • erhaltenswerten Fassaden
  • Grenzbebauungen
  • Teilmodernisierungen im Bestand.
Im Vergleich zu Außendämmungen stellen Innendämmungen jedoch höhere Anforderungen an den Feuchteschutz, da sich das Temperatur- und Feuchteverhalten der Außenwand deutlich verändert.
Eine sorgfältige Planung ist daher entscheidend, um Tauwasserbildung und Schimmelrisiken zu vermeiden.
 

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WARUM INNENDÄMMUNGEN BAUPHYSIKALISCH KRITISCH SEIN KÖNNEN

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Bei einer Innendämmung wird die Dämmung auf der raumseitigen Oberfläche der Außenwand angebracht.
Dadurch verändert sich das Temperaturprofil innerhalb der Konstruktion:

  • Die Außenwand wird deutlich kälter als zuvor.
  • Die Taupunkttemperatur kann sich in die Wand verlagern.
  • Feuchtigkeit kann sich innerhalb der Konstruktion anreichern.
Wenn Feuchte nicht ausreichend austrocknen kann, kann es zu Schäden kommen wie:
  • Schimmelbildung an Innenoberflächen
  • Durchfeuchtung von Baustoffen
  • Verminderte Dämmwirkung
  • Schäden an Holzbauteilen

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FEUCHTEQUELLEN BEI INNENDÄMMUNGEN

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Bei Innendämmkonstruktionen können mehrere Feuchtequellen zusammenwirken.

Wasserdampfdiffusion
Wasserdampf aus der Raumluft diffundiert durch die Konstruktion in Richtung der kalten Außenwand.

Konvektion
Feuchte Raumluft kann durch Undichtigkeiten in der Konstruktion eindringen.

Schlagregen
Feuchtigkeit kann von außen über die Fassade in die Wand gelangen.

Baufeuchte
Feuchtigkeit aus Bauprozessen kann längere Zeit im Bauteil verbleiben.
Diese Faktoren müssen bei der Planung berücksichtigt werden.
 

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TYPISCHE INNENDÄMMSYSTEME

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Für Innendämmungen werden unterschiedliche Systeme eingesetzt, beispielsweise:

  • diffusionshemmende Systeme mit -feuchteadaptiver- Dampfbremse
  • kapillaraktive Innendämmsysteme

Die bauphysikalische Funktion hängt stark vom jeweiligen Systemaufbau ab.
 

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FEUCHTESCHUTZNACHWEIS BEI INNENDÄMMUNGEN

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Da Innendämmungen bauphysikalisch anspruchsvoll sind, ist ein geeigneter Feuchteschutznachweis besonders wichtig.
In vielen Fällen reicht der vereinfachte Periodenbilanz (Glaser)-Nachweis nicht aus, da dieser wichtige Feuchteprozesse nicht berücksichtigt.
Hierzu gehören beispielsweise:

  • kapillarer Feuchtetransport
  • Schlagregenbelastung
  • Baufeuchte
  • zeitlich veränderliche Klimabedingungen.
Deshalb wird bei Innendämmkonstruktionen häufig eine hygrothermische Simulation angewendet. Bei Innendämmung mit R > 1,0 m2 ⋅ K/W (mehr als 40mm Dämmstoff WLG 040) mit ausgeprägten sorptiven und kapillaren Eigenschaften auf einschaligen Außenwänden ist diese sogar erforderlich. 
 

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HYGROTHERMISCHE SIMULATION VON INNENDÄMMUNGEN

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Bei einer hygrothermischen Simulation wird das Feuchteverhalten der Konstruktion über mehrere Jahre unter realen Klimabedingungen berechnet.
Berücksichtigt werden dabei unter anderem:

  • Temperaturverläufe im Bauteil
  • Feuchtegehalte der Materialien
  • Schlagregenbelastung
  • Sonneneinstrahlung
  • kapillarer Feuchtetransport
  • Sorptionsprozesse.
Die Simulation ermöglicht eine realistische Bewertung, ob eine Konstruktion:
  • dauerhaft trocken bleibt
  • Feuchtigkeit wieder austrocknen kann
  • kritische Feuchtewerte erreicht.

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PLANUNGSEMPFEHLUNGEN FÜR INNENDÄMMUNGEN

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Bei der Planung von Innendämmungen sollten mehrere Aspekte berücksichtigt werden.

Geeignete Materialwahl
Die verwendeten Materialien müssen zum jeweiligen Systemaufbau passen.

Luftdichtheit
Undichtheiten können zu Konvektion und damit zu Feuchteeintrag führen.

Anschlussdetails
Besonders kritisch sind Anschlüsse an:

  • Decken
  • Innenwände
  • Fensterlaibungen.
Feuchteschutznachweis
Je nach Konstruktion sollte geprüft werden, ob ein vereinfachter Nachweis ausreicht oder eine Simulation erforderlich ist.
 

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VORTEILE EINER BAUPHYSIKALISCHEN SIMULATION

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Eine hygrothermische Simulation ermöglicht eine fundierte Bewertung von Innendämmkonstruktionen.
Planer können damit:

  • Feuchterisiken frühzeitig erkennen
  • Konstruktionen optimieren
  • Schäden vermeiden
  • Planungssicherheit erhöhen.
Gerade bei komplexen Bestandskonstruktionen stellt die Simulation ein wichtiges Werkzeug dar.
 

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SOFTWARE FÜR DIE SIMULATION VON INNENDÄMMUNGEN

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Für die hygrothermische Simulation von Bauteilen stehen spezialisierte Softwarelösungen zur Verfügung.

Mit der Software ZUB Esther lassen sich Innendämmkonstruktionen praxisnah simulieren. Das Programm basiert auf einem wissenschaftlich validierten Rechenkern und ist speziell für den Feuchteschutznachweis nach DIN 4108-3 optimiert.


Weitere Informationen: ZUB Esther