ANFORDERUNGEN, TYPISCHE FEHLER UND EFFIZIENTE VORGEHENSWEISE NACH DIN V 18599
Für die energetische Bewertung von Gebäuden nach dem Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Modernisierung der Wärmeversorgung in Gebäuden, kurz Gebäudemodernisierungsgesetz bzw. GModG ist eine korrekte geometrische Erfassung des Gebäudes entscheidend.
Die Qualität des Gebäudemodells hat direkten Einfluss auf:
- die berechneten Energiekennwerte
- die Zonierung nach DIN V 18599
- die Nachvollziehbarkeit der Ergebnisse
- die Fehleranfälligkeit der Berechnung.
GRUNDLAGEN DER GEBÄUDEMODELLIERUNG IM GMODG-NACHWEIS
Bei der energetischen Bilanzierung müssen verschiedene geometrische und funktionale Eigenschaften eines Gebäudes erfasst werden.
Dazu gehören insbesondere:
- Gebäudevolumen
- Nettogrundflächen
- Bauteilflächen (Wandflächen, Fensterflächen, Dachflächen, usw.)
- Konstruktionen
- Fensterkennwerte
- Zonierung des Gebäudes nach DIN V 18599
- Beleuchtungsbereiche (bei Nichtwohngebäuden).
TYPISCHE HERAUSFORDERUNGEN IN DER PRAXIS
Einen sehr großen Arbeitsaufwand stellt die Flächen- und Volumenermittlung dar.
Aufwendige Flächenermittlung
Flächen und Volumen werden oft manuell aus Plänen übernommen. Das ist zeitintensiv und fehleranfällig.
Mit der Software ZUB E-CAD kann ein Gebäude grafisch erfasst werden. Das Programm unterstützt Sie bei der Ermittlung der relevanten Gebäudedaten, wie z.B. Bauteilflächen, Volumina, Beleuchtungsbereiche, Zonen, u.v.m.
Zonierung gemäß Nutzungsprofilen
Bei Nichtwohngebäuden ist eine Zonierung gemäß den Nutzungsprofilen der DIN V 18599 notwendig, wenn sich Gebäudebereiche hinsichtlich ihrer Nutzung, technischen Ausstattung, inneren Lasten oder Tageslichtversorgung wesentlich unterscheiden.
ZUB E-CAD ermöglicht eine grafische, raumweise Zonierung gemäß den Nutzungsprofilen nach DIN V 18599. Die Zonierung erfolgt raumweise und kann farblich in den Gebäudeplänen dargestellt werden.
Änderungen im Planungsprozess
Bereits kleine Änderungen am Gebäude können umfangreiche Anpassungen in der Berechnung erfordern.
Manuelle Übertragung von Planungsdaten
Geometriedaten werden häufig manuell in Berechnungsprogramme übertragen.
Das führt zu:
- Übertragungsfehlern
- Inkonsistenzen
- zusätzlichem Aufwand
EFFIZIENTE VORGEHENSWEISE BEI DER GEBÄUDEMODELLIERUNG
In der Praxis hat sich eine strukturierte Vorgehensweise bewährt.
1. Gebäude geometrisch erfassen
Das Gebäude wird vollständig erfasst:
- Hüllfläche
- Geschosse
- Räume
- Bauteile
- Konstruktionen
Die Einteilung erfolgt nach den Nutzungsprofilen der DIN V 18599-10 sowie den Zonenteilungskriterien nach DIN V 18599-1
3. Flächen und Volumen ermitteln
Alle relevanten Kenngrößen werden aus dem Modell abgeleitet:
- Nettogrundflächen
- Hüllflächen
- Volumen
Das Modell wird in das Berechnungsverfahren überführt.
5. Prüfung und Plausibilisierung
Das Modell wird vom Anwender auf Vollständigkeit und Konsistenz überprüft.
WARUM EIN 3D-GEBÄUDEMODELL SINNVOLL IST
Die Verwendung eines 3D-Modells bietet gegenüber der klassischen manuellen Erfassung deutliche Vorteile.
Ein Gebäudemodell ermöglicht:
- automatische Berechnung von Flächen und Volumen
- visuelle Kontrolle der Gebäudegeometrie
- klare Darstellung der Zonierung
- schnelle Anpassung bei Planänderungen
- Reduktion von Übertragungsfehlern.
HÄUFIGE FEHLER BEI DER GEBÄUDEMODELLIERUNG
In der Praxis treten immer wieder ähnliche Fehler auf:
- unvollständige Erfassung der Gebäudehülle
- falsche Zuordnung von Zonen
- inkonsistente Flächenberechnung
- Übertragungsfehler zwischen CAD und Berechnung.
GEBÄUDEMODELLIERUNG MIT SOFTWAREUNTERSTÜTZUNG
ZUB E-CAD kann insbesondere unterstützen bei der visuellen Kontrolle der Gebäudehülle, durch automatische Ermittlung geometrischer Flächen und Volumina. Ebenfalls möglich ist die grafische Darstellung von Zonen durch unterschiedliche Farbgebung je Benutzerprofil. Dies kann zu einer deutlichen Verringerung von manuellen Übertragungsfehlern nach ZUB Helena führen.
Voraussetzung ist, dass bei der Erfassung die richtigen Nutzungsprofile gewählt werden, keine Gebäudeteile in den Ausgangsplänen fehlen, fachliche Randbedingungen korrekt angesetzt und die Zonierung normativ richtig interpretiert wurde.
Mit der Software ZUB E-CAD lassen sich Gebäude als 3D-Modell erfassen und direkt für die energetische Bilanzierung nach GModG und DIN V 18599 nutzen.
Dabei werden:
- Flächen und Volumen automatisch berechnet
- Zonen strukturiert erfasst
TYPISCHE ANWENDUNGSFÄLLE
Die modellbasierte Gebäudeberechnung ist besonders sinnvoll bei:
- komplexen Gebäudestrukturen
- größeren Bauprojekten
FAZIT
Die korrekte Modellierung eines Gebäudes ist eine zentrale Grundlage für den GMODG-Nachweis.
Mit einer strukturierten Vorgehensweise und geeigneten Werkzeugen lässt sich:
- der Aufwand deutlich reduzieren
- die Fehleranfälligkeit minimieren
- die Nachvollziehbarkeit verbessern.
Weitere Informationen:
ZUB E-CAD
Zonierung nach DIN V 18599
IFC und in der Energieberatung